Archive for Oktober 24th, 2011

24/10/2011

montags-mischbänder

von Rudolph Beuys

ab und an macht man sich ja ma die mühe und stellt ein paar zusammen, eigentlich kann man das ja bei der fülle der online gestellten sets täglich, nahezu stündlich machen.

aber hier eine vor bissel diversität strotzende zusammenstellung.


den anfang macht felix martin, seines zeichens der andere mit der brille bei hot chip und eine hälfte des einen hot chip dj teams (von dem die mehr in richtung four to the floor gehen)
hat ne ganze menge uplifting tune sreingeballert und drückt ziemlich richtung tanzfläche in der ersten hälfte, findet dann aber seine mitte und drosselt gen ende das arschwackel-bedürfnis. geile sache find ich ja den berlin support mit u.a. tracks von moomin und massimiliano pagliara.


das endtempo des vorangegangenen sets nehmen wir gleich auf und werfen uns in diese perle des montaglichen afterhour sounds. mit 120bpm und weniger schleift uns lexy aka nicone durch den 5ten stil vor talent podcast, so müssen downloadable set klingen, genau für kopfhörer gemacht um in den weiten der urbanen herbstlichkeit seine eigene flamme im herzen am lodern zu halten. *sülz*
dieses set werde ich noch sehr sehr lange aufn pott haben.


ruhigere töne schlägt ja auch gerne mal cuthead, vonner uncanny valley posse an, wobei man sich bei seinen releases und sets nie in sicherheit wägen sollte, der typ kramt so einiges raus, und das bewundernswerte, es passt immer. hier startet er z.b. mit etwas fusion, zwischendrin einen unreleaseten eigenen track um am ende bei tyler the creator und seinem bastard zu landen.

und mit etwas hippidi hip hopgeht unser kleiner bandsalat auch zu ende. der tyler hype is ja nu so langsam in der kontroversitäts debatte erstickt, daher die etwas fresheren und political incorrect-eren das racist. verzichten wenigstens auf schwanzvergleich und homophobie, sind bissel open minded-ter. strotzen nur so vor wortwitz und bezugnahme auf popkulturelle wortspielereien.
sind übrigens am 12. dezember im festssal kreuzberg zu berlin, letztes jahr durft es nur der monarch sein, hoffen wir also für 2012 aus astra.
jedenfalls haben sich die herren die mühe gemacht und ein kleines mixtape zusammengestellt, schöne deepe sachen dabei.

24/10/2011

die würfel sind gefallen

von Rudolph Beuys

also das is glaub ich echt einer der plattesten überschriften in der 1 1/4 jährigen geschichte dieses blogs, bissel schäm ich mich ja, aber es geht um ein event das kometenmelodie heißt und der act  roll the dice. wer jetzt we 1,2 rock denkt is liegt aber sowas von daneben.

die musik von roll the dice lässt gleich ein meer von assoziationen in meinem kopf abspielen, keine ahnung wer auf diesen bescheuerten projektnamen gekommen is, von einem der auszog fever ray zu produzieren und seinem homie.

das bereits zweite album „in the dust“ erscheint dieser tage via britischem leaf label und gibt es bei self titled im stream zu hören.
vorab gibt es natürlich noch einen freetrack der mit großartigem video daherkommt.

die schweden peder mannerfelt (the subliminal kid) und malcolm pardon, sind am donnerstag in der berghain kantine, wobei ihr sound locker die kathedrale des mutter venues füllen kann. der trend richtung morricone is ja nichts neues in der aktuellen popgeschichte, und die vergleiche zu enigma udn vangelis brauchen roll the dice auch nicht zu scheuen. das ganze wird auch noch durch ein ausgefeiltes visuelles konzept abgerundet, von den videos bis zur liveset begleitenden videoprojektionen. gespielt wird übrigens auf analog-only, um der musik und dem erschaffen dieser einen gewissen impro-charakter zu gewähren.
wer sich also von den alles umschlingenden soundflächen etwas wärmen lassen möchte, ist am donnerstag in der kantine genau richtig.

tickets gibt es hier oder 1×2 via comment on blog.

24/10/2011

stöpsel rin dit ding – civil civic + camera @ marie antoinette

von Rudolph Beuys

ich habe meine mitte gefunden…
die mitte der woche ist dieses mal ideal besetzt, genau das richtige nach dem vergangenem wochenende und bevor die bermudas starten. kräfte sammeln und so.

beim durchforsten von ra für den aktuellen wochenplan, bin ich über ein event in der marie antoinette gestoßen, welches mich natürlich zuerst mit seinem äußerst ansprechendem artwork gekriegt hat.

als ich mich dann der band civi civic im speziellen widmete war ich so geflasht wie schon lange nicht mehr. so einen moment hatte ich zuletzt bei azari & III, obwohl die natürlich in eine ganz andere richtung gehen.

was aber civil civic mit nur einer gitarre, bass und drum-computer hinbekommen ist mehr als eine wall of sound. ich sehe mich schon am mittwoch völlig lethargisch den club verlassen und hoffe doch, dass ich dort nicht enttäuscht werde.
achso, noch ein bissel auf anderes verweisen, wie man das ja so macht, nun ja, irgendwie interpol meets justice, wenn ich das ma so laienhaft beurteilen dürfte. die musik hat schon einen sehr großen wave und punk einschlag, sehr schön finde ich, dass das drumming nich zu minimal und repetetiv ausfällt, sondern gleichwertig den saiteninstrumenten gegenüber steht.

auf der homepage gibt es noch ein paar free tracks und alle bisher veröffentlichten platten im stream, sowie vorab das im november erscheinende debut. dabei fällt auch auf, dass das selbstkonzipierte artwork des australisch-europäischen duos mit liebe fürs detail aufwartet, wie die mucke halt.
„A post-man doomsday guitar-riot, a tumultuous future-bashing trip out, a sickballs smash-up, a tour de noise, frankly I don’t get it at all“ -The Financial Times

checkt auf jeden ma ihren blog. als vorband sind camera zu gegen, die bereits am wochenende am proggival (man kann es auch krautrocknacht im .hbc nennen) teilgenommen haben und die sache etwas verkopfter angehen, spielen aber echt oft in berlin, seid ihr bestimmt schonma begegnet.

Beginn 21:00; Marie Antoinette; Holzmarktstrasse 15-18; Mitte; 10179 Berlin

achso, am donnerstag legen civil civic noch im monarch auf,  feine sache, das.