Raver Rave recommends: Schneerausch

von his name is raver rave

Ein Sonntag im Schneesturm scheint mir besonders geeignet zu sein eine Musikempfehlung jenseits von Bass beladenen Beats auszusprechen. Dem klassisch ausgebildeten Pianisten Niels Frahm liegt diese naturromantische Assoziation ebenfalls nicht fern wie sein Album „Wintersturm“ bezeugt. Aber auch jenseits der kalten Jahreszeit ist sein Sound so sanft wie der Klang der schneebedeckten Stadt. Der oben verlinkte Auftritt beim niederländischen Incubate Festival zeigt zwar auch, dass eine große Bühne ihn zur großen Geste verleiten kann und, dass Frahm eigentlich auch längst kein Geheimtipp mehr ist. Ebenso wie ein sehr zu empfehlender Auftritt bei La Blogotheque (Video) und ein ARTE-Feature. Seine Aufnahmen hingegen sind sehr intim. Frahm hebt sich dadurch meiner Meinung nach von anderen Protagonisten dessen, was in Musikzeitschriften „Modern Classical“ genannt wird, hervor (wie Dustin O’Halloran, sein Nebenprojekt A Winged Victory for the Sullen, oder Max Richter). Kleine Fehler, Atem, das Knacken der Tasten – alles das gehört zum Stück dazu. Beim Hören seiner Musik, wie seinem letzten (kostenlosen!) Album SCREWS, fühlt man sich fast als Voyeur und schuldig die Einsamkeit des Pianisten zu stören, der das Mini-Album aufnahm um die Heilung seines gebrochenen Daumens zu zelebrieren. Kaum auszudenken, was uns für Stücke erwarten, wenn Frahm aus Trauer ein Album aufnimmt…

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