triskaidekaphilie

von raver_rave

Der gemeine Sternendeuter hat es schwer dieses Jahr und überhaupt keinen Grund zu Feiern. Triskaidekaphobe aus aller Welt erzittern, denn wohin das Auge blickt, lauert sie: die verflixte 13. Auch die großen, globalen Gründe zum Feiern dieses Jahres, dürften keinen hinter’m Ofen hervorholen. Dieses Jahr, um genau zu sein, höchstens engagierte Fans von Reisalternativen. Dagegen war 2012 mit Weltuntergang, Olympia und arabischen Revolutionen ja richtig gut aufgestellt. Vorrausgesetzt sie sind nicht zufällig auch Anhänger von magischen Zahlen, Chemtrails oder von Theorien über Tiere in der Panorama Bar, haben Raver, Watergate-Regulars und Liebhaber des Berliner signature sounds in der Tat einen Grund zu feiern: den Watergate-Mix mit der Nummer 13. Melodie und loopige Deepness zeichnet ihn aus aber Berliner Techhouse wäre nicht Berliner Techhouse, wenn er nicht immer mit einem Bein in der Vergangenheit stehen würde: in dunklen Kellern, bis zum Hals in tiefen Frequenzen und zuckenden Stroboskopen.

Das 10-jährige Jubiläum des Watergates und die dazugehörige Übercompilation ist noch nicht lange her und Ruede Hagelstein wurde dieses Mal auserkoren die #13 zusammenzustellen. Darauf sind viele der üblichen Wasserratten von der Oberbaumbrücke vertreten und es geht familiär zu: Upon-You-Kollege und Resident Marco Resmann, eine Handvoll Tracks von Hagelsteins Zweit-Stammlabel Souvenir, dann die Berliner Platzhirsche The Cheapers und Emerson Todd, die alle neben Lee Curtiss auf dem Waterfloor spielen werden. Trotz seiner engagierten Rolle in der Berliner Szene hat sich Ruede Hagelstein beim Angeln also genug entspannt um zwei Mal in einer Nacht zu spielen.

Auch das Cover-Artwork bleibt weiterhin in der Familie und man müsste Hagelstein-voll sein um die Tiermosaike von Frank Höhne aus Kreuzberg durch etwas anderes zu ersetzen. Die zweite Hälfte des über 20-Track-starken Mixes wird dann ein wenig weniger gegenwärtig mit Mike-Dunn-Vocals, einem fast 20 Jahre altem Kracher von Losoul auf Playhouse oder dem früher mal geradezu omnipräsenten Mushrooms von Marshall Jefferson. Solche Tracks, die, obwohl längst in den Kanon aufgenommen, wohl die Wurzeln des heutigen Watergate-Sounds darstellen. Das Beste zum Schluss: Rüde bekommt auf dem Mainfloor noch Unterstützung von Kollektiv Turmstrasse, die mittlerweile soviele heimliche Hits (1,2,3,4,5,6,7) produziert haben, dass man niemandem erklären muss, warum man die live hören muss!

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betreff DREIZEHN

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