PRIVATE RECORDS FESTIVAL #1 im Neu West Berlin

von Zola

Das Berliner Label Private Records hat sich auf absolute Raritäten spezialisiert und etwa Mastertapes von bislang nie veröffentlichten Alben und Soundtracks veröffentlicht. Im Katalog findet sich allerhand Spaciges aus den 70ern und 80ern, wie dem Soundtrack von Captain Future oder die legendäre EP „Disco Club“ von Black Devil. Nun steigt im Neu West Berlin das erste Private Records Festival, bei dem mit Wunderwerke (auch bekannt als Supersempfft, Roboterwerke sowie 4D) und Schaltkreis Wassermann zwei Pioniere der psychedelischen, elektronischen Musik live zu hören sein werden.

Wir verlosen 2×2 Tickets.

Private-Records_flyer

„Wir warfen LSD ein und schraubten nächtelang an den Synthesizern rum“ – ja, so war das also damals in den frühen 80ern. Das Basler Duo Schaltkreis Wassermann veröffentlichte dieses Jahr, über drei Jahrzehnte nach ihrem Debüt, das Album „SKW“. Die Schweizer Zeitung Tageswoche nahm dies zum Anlass, PJ Wassermann einige Anekdoten zu entlocken und die Geschichte des Projekts aufzuschreiben: Als das Erstlingswerk „Psychotron“ 1982 erschien, war dies ein visionäres Stück Musik – was sich jedoch nicht in den Verkaufszahlen niederschlug. Nerds zwischen Italien und New York feierten die eigenwilligen Synthesizer-Klänge, wovon die Musiker Stella und PJ Wassermann aber nichts mitbekamen und das gemeinsame Projekt schließlich beendeten. Erst als Stella 2008 an Krebs erkrankte, begannen PJ dwieder live zu performen. Stella starb 2011 und erlebte so nicht mehr den Release einer Neuauflage von „Psychotron“ im folgenden Jahr auf Private Records. Der Verkauf der Platte brachte genug Geld ein, um das zweite Album zu produzieren. Es erschien nun ebenfalls auf Private Records, was mit einem Konzert von Schaltkreis Wassermann im Neu West Berlin gefeiert wird.

Außerdem live zu hören sind Supersempfft, absolute Cosmic-Disco-Legenden, die bereits seit den 60er Jahren Musik machen. Sie haben ihren eigenen programmierbaren Drumcomputer erfunden, den unter anderem Klaus Doldinger und Tangerine Dream verwendeten. Supersempfft mischten die Sounds des Geräts mit Rock-, Calypso- und Disco-Klängen. Das Album „Auf der Suche nach der 4. Dimension“ produzierten sie in den Jahren 82/83, doch erschienen ist es erst jetzt – beim Label Private Records, das die Frankfurter für das Festival am Freitag nach Berlin holt.

An diesem Abend spielt auch Hyboid ein Live-Set: Sein drittes Album „Terrör of the Üniverse“, das kürzlich auf Astro Chicken erschien, wurde komplett mit Vintage-Synthesizern und Effektgeräten eingespielt. Die Einflüsse reichen von Krautrock über Synthie-Pop bis hin zur Musik alter Computerspiele. Als Support legen Jay, Label-Boss von Private-Records, sowie Menqui & Nikos auf.Private-Records_poster

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt eine Mail an win(ed)beatrausch.com und im Betreff die Antwort auf folgende Frage: Wie heißt der Drumcomputer, den Supersempfft erfunden haben? (Übrigens auch Titel ihres ersten Albums.)

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