XJAZZ – 4 Jahre Jazzfestival in Berlin

von Rudolph Beuys

Bereits zum vierten Mal findet dieses Jahr das Kreuzberger XJAZZ Festival statt, dass sich jedes Jahr auch noch ein Partnerland aussucht. Dieses Jahr sind es unsere Nachbarn im Osten – Polen.
Die ersten beiden Konzerte beginnen bereits heute Abend und bis Sonntag werden in acht verschiedenen Venues noch so einige Folgen.

Wir haben Euch mal eine kleine Auswahl / unsere Highlights des Programms zusammen gestellt:

Mit Wallis Bird und seinen Irish Migration fährt man gleich wieder internationale Hochkaräter auf um das Festival zu beginnen. Im Anschluss an Wallis Konzert im Lido geht es gleich weiter im Watergate mit dem Berlin X Warschau Ensemble, einem Konglomerat aus Jazzmusikern beider Städte die sich extra für dieses Konzert formiert haben.

Aber es muss nicht nur strikt Jazz sein, alleine am morgigen Donnerstag spielen diverse Acts die nur am Rande mit Jazz zu tun haben. Der Berliner DJ und Produzent Suff Daddy lädt z.B. mit seiner Live-Band den Lunch Birds in den Prince Charles wo im Anschluss gleich noch die Hamburgerin Ace Tee, die mit ihrem Hit ‚Bist du down‘ internationale hysterie verursachte bzgl. ihres sehr originalgetreuem 90s RnB Sound.

Im Lido ist auch ein Berliner DJ/Produzent mit seiner Band zu Werke, Max Graef hat die Max Graef Band in Anlehnung an das gemeinsam betriebene Label in TORBEN UNIT umbenannt und präsentiert mit Alex Seidel, Luds, Kickflip Mike und anderen, dass sich nicht nur der Name geändert hat, sondern auch der Sound, der nun näher an dem dran ist, was man eigentlich will.

Ebenfalls im Lido spielt der Brite Jordan Rakei, der mit seiner ersten EP bereits einige meiner eigenen Sets verschönert hat, und mit seinem neuem Album dem ganzen noch die Krone aufgesetzt hat und jazzinspirierten Soul liefert, der eigentlich schon viel zu reif für ihn wirkt. Man stelle sich eine gekonnte Mischung aus Jamie Cullum und Justin Timberlake vor ohne alles was einem an den beiden nervt.

Noch etwas ferner vom Jazz, jedenfalls was Produktion und Musik betrifft, ist die Musik der ebenfalls in Berlin lebenden Künsterlin Dillon. Auch wenn sie bereits mehrmals mit großem Orchester gespielt hat, funktioniert ihre Musik für mich immer noch am besten als Kammermusik, man darf überrascht sein in welcher Form sie dieses Mal ihre Songs präsentiert. Ebenfalls Donnerstag, aber in der Emmauskirche.

Am Freitag wird es nicht weniger spannend, im BI NUU treffen Tony Allen mit seinem Quartett, eine Legende des modernen Jazz und Yussef Kamaal, auf dem besten Wege dahin, aufeinander. Yussef Kamaal hat mit seinem Album nicht nur ein Genre-Update für das neue Jahrtausend veröffentlicht, sondern ist mit seinen Wurzeln in der Londoner House-Szene genau am Nabel eines aktuellen trends um Labels wie 22a Recordings, Rhythm Section und Musiker wie Reginald Omas Mamode IV o.a. Henry Wu.

Im Prince Charles laden Session Victim zum Albumrelease um haben sich extra für das XJAZZ Festival mit EROBIQUE zusammengeschlossen. Ein Feuerwerk für Funk, Boogie und House-Liebhaber und definitiv eines der Highlights des diesjährigen Festivals.

Avantgardistischer geht es da schon bei LIIMA zu, das Projekt bestehend aus der Band Efterklang und dem finnischen Drummer Tatu Rönkkö ist nicht nur ein hervorragender Album-Act, sondern auch prädestiniert für furiose und ausufernde Festival Shows. In Berlin konnte man ihnen bereits im Berghain beiwohnen und die schiere Wucht der freigelassenen Energie beschäftigt einen noch Monate danach. Ich durfte sie letztes Jahr u.a. auf dem Immergut festival auf der Hauptbühne und im Luftschloss auf dem Fusion Festival sehen, und beide Male fühlte es sich nicht wirklich wie ein Konzert an, sondern eher wie eine Mischung aus den letzten the Knife Auftritten und einem DJ Set von Modeselektor. FR 21:15 Lido

Bevor es am Sonntag zum Abschlusskonzert ins Funkhaus geht, wo u.a. Pantha du Prince aufspielt, wartet der Samstag noch mit den Wiener Analog-Elektronikern Electro Guzzi auf, die durch ihren Session und Jam Charakter zwar an alte Elektro Pioniere wie die bekannten Größen aus Detroit erinnern, dies allerdings mit ‚echten‘ Instrumenten durchführen und somit quasi näher am Jazz sind als manch andere Jazz-Bands. Die Musik ist natürlich 100% clubtauglich udn tanzbar und damit der ideale Start in eine lange Ausgehnacht, wenn man nach diesem Ritt noch Energie hat. SA 23:00 BI NUU

Das komplette Line-Up findet ihr auf xjazz.net
Ab vier Konzert-Tickets gibt es außerdem ein Rabatt von 20% der bei erhöhter Konzertanzahl bis hoch zu 40% geht.

Mehr Infos und alles rund ums Festival gibt es auch in der offiziellen APP.

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