Posts tagged ‘kreuzberg’

17/05/2017

If house were a nation…Dimensions Festival im Prince Charles

von raver_rave

de-0519-945276-918567-frontIf house were a nation…Berlin hätte eines der seltenen Argumente für eine Monarchie. Es ist Prince Charles, der mit einer Vorliebe für Oldschool House und Disco mit sanfter Hand regiert und seinen Untertanen Brot und Spiele in Form von konsistent hohem Staatsbesuch beschert. Wie oft steht man vor den charakteristischen Plakaten des Clubs auf denen die Acts des Monats aufgelistet sind und denkt: das alles in einem Monat? Wie haben sie das gemacht? Diesen Freitag ist das wieder so. Zusammen mit dem Dimensions Festival und inklusive Verlosung.

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20/06/2013

The Tourist.

von raver_rave

Half of where you live – ich lebe hier nur halb. Dass Derwin Panda aka Gold Panda sich nicht dagegen wehren kann sich überall als Tourist zu fühlen, triefte aus jedem Takt seine letzten Albums „Lucky Shiner“. Der postmoderne Tourist hat nichts zu verlieren außer seinen Laptop! Für sein neues Album, das wieder auf Ghostly bzw. Notown erscheint, hat der Londoner Wahlberliner diese nicht von seiner Musik zu trennende Lebensweise ausdrücklich zum Leitmotiv erhoben und wird es am Samstag im Kreuzberger Gretchen dem Berliner Publikum vorstellen.

Er ist der wohl bekannteste der einsamen Schlafzimmerproduzenten aus England und überall sonst; ein Künstler wider Willen, der auf jede Konsumentenhaltung mit Understatement reagiert. Das Verführerische an seiner Musik ist das Gefühl, dass man heimlich ein musikalisches Reisetagebuch hört, dass eigentlich nie für fremde Ohren bestimmt war. In jeder der Melodien, die er aus zerhackten Weltmusiksamples lockt, versteckt und exponiert sich seine Rast- und Hilflosigkeit, eine intime Erinnerung an einen längst verblassten Sommer in Indien oder ein nicht in Worte zu fassender Ausblick über ein Gebirge. Das ist alles zutiefst romantisch, natürlich, sogar an der Grenze zum Kitsch. Aber auch an den Stellen an denen alles nur noch loopt und sich das Fernweh des Notebooknomaden in japanischen Glocken, fließenden Hi-Hats und indischen Sitars verliert, also kurz bevor es hoffnungslos romantisch wird, kommt -und wer wird das Gefühl nicht kennen- der Beat zurück. Und mit ihm die Rettung.

Noch mehr Erlösung kommt von Pandafreundin Sofia Kourtesis, Panda-Homeboy Luke Abbot aus der Border Community, der dänischen Sängerin Karen Marie Ørsted aka MØ. Außerdem kommen Bodi-Bill-Nebenprojekt The/Das, der Berliner Modig gibt sein Liveset-Debut und es spielen noch Notown-Tocotronicer Hannes Rasmus, Mendoza von Audiolith und Gretchen-Resident Thomalla.

Wer seinen Samstagabend retten will, schreibt eine Mail RESCUEPANDA an mail an win(ed)beatrausch.com!

14/02/2013

And I refuse to leave…

von raver_rave

…’til I see the morning sun.“ sang Luther Vandross in seinem Lied ‚Love won’t let me wait‘. So kurz nach der Nachricht, dass der Horst in Kreuzberg nicht schließen wird, sondern bereits geschlossen hat, lesen sich diese Zeilen eher wehmütig und nicht so trotzig wie sie mal ausgestoßen wurden. Darauf folgen die Zeilen: „The time is right, you hold me tight and love’s got me high“ die wirklich jedem House-Enthuasisten aus dem gleichnamigen Terrence-Parker-Track bekannt sein werden – gesungen von Jamie Foxx. Das Prince Charles lässt diesen, wohl fleißigsten House-DJ der ersten Stunde (33 Jahre im Biz) direkt aus Detroit einfliegen um bei der Airdrop-Labelnight morgen Abend nicht nur das Publikum, sondern vor Allem die Platten tanzen zu lassen. Das ist zur Abwechslung keine Floskel. Sein idiosynkratischer Telefonhörer, den er zum Vorhören der Platten benutzt, ist auch nicht nur ein Werbegag, sondern stammt aus einer Zeit (und einem Raum) in dem man sich mit einfachen Mitteln behelfen musste und es auch einen scharfen Wettbewerb gab: wer hat es am Meisten drauf.

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20/12/2012

Like a child aber nur für Erwachsene

von raver_rave

Im Horst ist es immer gut und das ist auch dieses Wochenende nicht anders! Schminkecke und Hüpfburg wird man am Tempelhofer Ufer vergeblich suchen. Puristen würden mit Recht argumentieren, dass das Horst alles hat was ein Club braucht: eine große Tanzfläche, ein mehr als ordentliches Soundsystem, zwei Bars, sowie Klos, schwarze Wände und ein Paar dunkle Ecken. Musikalisch macht sich der Club in Berlin verdient indem er seit einiger Zeit dafür sorgt, dass auch die feine englische Art des Techno ihren Weg in die Hauptstadt findet und nicht immer nur direkt in die Panorama Bar. Was allgemein für das Horst gilt, verdichtet sich morgen und übermorgen auf besondere Weise.

Gleich zwei, fast schon legendäre Labels aus England gastieren dieses Wochenende am Halleschen Tor. Aus Music kommt am Freitag und bringt zwei alte Hasen aber auch frische Beute mit. Neben dem Labelgründer Will Saul und dem in Berlin omnipotenten aber musikalisch immer überraschenden Lee Jones, der wegen seinem Album Electronic Frank sowieso immer einen besonderen Platz in unserem Herzen eingenommen hat, kommt George Fitzgerald. Als man den Sommerohrwurm „Like A Child“ endlich überwunden hatte, konnte man sich in den B-Seiten seiner Child EP von seinem Können überzeugen. Seine neue EP spinnt genau den Faden weiter…

Hyperdub sind oft im Horst zu Gast und das sagt vieles über beide aus. Kode9 und Ikonika werden die Beats von Freitag brechen. Ersterer hat Dubstep groß gemacht sagt man und hat aber damals eigentlich auch nur schon das gemacht, wodurch er sich heute immernoch auszeichnet, nämlich nicht stereotypes Tanzflächenmaterial, sondern richtige Musik zu produzieren. Sein Label nahm damit auch eine folgerichtige Entwicklung: es ist ein Künsterlabel geworden. Laurel Halo, Cooly G, Hype Williams, Space Ape, DVA und King Midas Sound haben dieses Jahr alle Großes vorgelegt oder tun das unbeirrt schon seit einiger Zeit. Ikonika, die neben Kode9 am Samstag da sein wird, gehört da fast schon zum alten Eisen und ist eine von vielen Frauen auf dem Label. Es gibt sie also, man muss ihnen vielleicht, wie Kode9, nur zuhören.

Hört auch zu mit  2×2 gästeliste für AUS MUSIC und HYPERDUB im HORST. Einfach Mail entweder mit LIKEACHILD für Freitag oder „Ist Burial wirklich Four Tet?“ für Samstag an win(ed)beatrausch.com