Der Weg zu dem, was wir wollen

von ebielectric

Klingt alles ziemlich philosophisch, was Festivaldirektor Carlos Fleischmann über die Idee zum Greenville Festival schreibt. Aber ja klar, wer wär damals nich gern bei Jimi Hendrix und Kurt Cobain durchgedreht oder zu Mick Jagger derbe abgegangen?! Vielleicht erhoffen sich die Macher, ein paar Schätze der Rockkultur auf die Bühne zu holen, über die man in einigen Jahrzehnten sprechen wird. Es lässt sich jedenfalls gut an beim Festival-Neuling.

Da gäbe es zum einen aber erstmal die Kategorie „Nichts anbrennen lassen!“. Dazu gehören definitiv Scooter. Die sind wohl über jeden Zweifel erhaben, füllen Stadien und bringen die Leute zum ausrasten, wieviel Ironie auch immer in dem ganzen Ding drinsteckt, wer weiß es schon. Über 20 Top-Ten-Hits, 2 Echos und 3 Cometen sprechen für sich, also Fresse! Anderer Kandidat: Deichkind. Die Jungs scheinen sich niemals auszunudeln, ihre Shows sind – Vorsicht, großes Wort! – legendär. Ich darf das sagen, denn ich war bei der Erstürmung der Bühne beim Melt 2006 dabei. Das sah ungefähr so aus:

Scooter und Deichkind haben sozusagen Last-Minute zugesagt, was an den beeindruckenden Headlinern liegen könnte: The Roots, The Flaming Lips sowie Iggy Pop & The Stooges. Die haben alle schon paar Jahre aufm Kasten, das macht sie umso sehenswerter. Wer schon so ziemlich alle großen Festivalbühnen dieser Welt bespielt hat, der wird wissen, wie man den Leuten eine gute Show bietet.

Neben diesen Größen der Rock- und Popwelt tummeln sich quer durch verschiedenste Genres Bands und Künstler, die entdeckt werden wollen.

Ein skurriles Schauspiel gibt’s ganz bestimmt bei Hgich.T zu sehen, dessen Mitglieder sich daran erfreuen, wie ihr Publikum mit ihren Performances, die sich auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Musik und Trash bewegen, umgeht. Wer noch den Goa-Kracher Tutenchamun von Bandmitglied Tripmeister Eder kennt, kann sich ungefähr vorstellen, wohin die Reise geht. Für alle anderen, hier:

Opulenten Pock mit elektronischen Einflüssen und einem Produzenten im Hintergrund, der u.a. Adele zu ihrem Erfolg verholfen hat, bieten die Jungs von The Big Pink. Hymnenhafte und teils melancholische Songs gibt es von den Burschen von Haudegen zu hören, eine Art Musik, die man von zwei am Hals Tättowierten, von denen einer im Brennpunkt Marzahn-Hellersdorf jugendliche Erfahrungen gesammelt hat, nicht unbedingt erwarten würde.

Die musikalische Reise geht weiter über den Balkan, also auditiv gesprochen, zu Gogol Bordello oder nach Dinslaken zu den Kilians, die man, wenn man es nicht besser wüsste, eher in die Welt britannischen Indierocks verorten würde, denn das ist ihr Sound. Wir können aber wirklich ins Vereingte Königreich abdriften und uns Dizzee Rascal reinziehen. Spätestens beim „Best Dancefloor Filler“ (NME) ‚Dance wiv me‘ lässt sichs ordentlich bouncen.

Naja, also seine oder ihre individuelle Reiseroute auf dem Greenville kann sich jeder selbst aussuchen. Viele deutsche Bands werden sich präsentieren, die ich nicht alle aufzählen kann. Aufzählen wollen tue ich aber noch die Donots, Bodi Bill, Young Rebel Set und Turbonegro.

Wer am 27.-29.7. noch nix vorhat, sollte sich um 1×2 Karten bemühen, die wir unter dem Kennwort GRÜNZEUGS verlosen. Dafür an win(ed)beatrausch.com mailen.

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